surf & kite & wake testberichte boards

Test Freestyle Boards 2011

Alle Infos aus dem Windsurfing Journal Test: http://www.windsurfing-test.de

Fanatic Skate TE 100 (2011):skate_te_2011

Bei Wind unter der Gleitgrenze wirkt das Board relativ klein, aber nicht kippelig. Wer jedoch beim kleinsten Windhauch ein wenig aktiv nachhilft, wird keines der getesteten Boards schneller ins Gleiten bringen. Eine klare Verbesserung ist bei den Footpads zu verzeichnen – waren sie beim Skate vom Vorjahr noch ziemlich glatt und vergleichsweise rutschig, fühlt man sich durch die neuen Pads „eins“ mit dem Board, egal ob beim Cruisen oder in den Manövern: beide Daumen hoch! Das Brett fühlt sich am Bein sehr agil an, wird super frei und schnell, wobei die Kontrollierbarkeit auch bei viel Wind erhalten bleibt. Das ist vor allem für Sprünge und Loops ideal. Gefahrene Manöver funktionieren gut und das schmale Heck lässt sich leicht umlegen. Das Board lässt sich mit wenig Kraftaufwand aus dem Wasser poppen und slidet, sofern bei der Landung keine groben Fehler gemacht wurden, extrem schnell, aber kontrolliert weiter. Während so Newschool-Einsteiger ihre ersten Rotationsmoves durchsliden, können gute Freestyler ihren Moves mit dem Skate mehr Radikalität und Style verpassen.

 
























Naish Freestyle 100 (2011):freestyle_boards_zoomed

 

Wenn es auf dem Wasser ist, verhält sich das Naish- Board wie gewohnt: Das Angleiten erfolgt mühelos, das Brett wird extrem schnell frei und hängt loose am Fuß. Das Board lässt sich ohne viel Anstrengung aus dem Wasser hebeln und eignet sich ideal für gerade und hohe Sprünge. Im Chop wirkt das Board sehr hart und direkt, eine Folge der Steifheit des Shapes und des extrem flachen Decks. Genial im unteren und mittleren Windbereich, wird das Board bei Überpower in der Anfahrt zum Powermove etwas schwerer zu kontrollieren. Ist man aber erst einmal im Sliden, bietet das Board einem Zeit und Kontrollierbarkeit und man kann sich auf das Durchgleiten oder das erneute Abspringen zum Doublemove konzentrieren. Wer jedoch auch Oldschool-Manöver wie beispielsweise Backwindjibes machen will, sollte auf jeden Fall schon die Skills dafür mitbringen – stellt man das Board einmal auf die dicken Rails, greifen diese gnadenlos, was wenig Platz für Fehler lässt. Freestyleanfänger und erfahrene Freestyler werden aber das spritzige Fahrgefühl in Kombination mit guter Kontrollierbarkeit in geslideten Manövern lieben.

 








JP Freestyle Pro 98 (2011):fs_pro

 

Der Freestyle 98 PRO liegt beim Dümpeln sehr satt und kippstabil im Wasser. Durch ein bisschen Pumpen kann man den JP schon bei wenig Wind ins Rutschen bringen. Das Board gleitet früh an, wird sehr schnell und bleibt das auch beim Umsteigen für Switchmanöver. Trotz des Trends zu immer radikaleren Shapes, um den neuesten Moves gerecht zu werden, bleibt der JP gut kontrollierbar und einfach zu fahren. Durch diese Fahreigenschaften und in Kombination mit dem schmalen Heck machen Freeridesessions mit Power- oder Backwindjibes genauso viel Spaß wie das Tricksen mit Newschool-Manövern. Hier kommen sowohl Freestyleanfänger als auch Cracks voll auf ihre Kosten. Während Beginner die Kontrollierbarkeit in den Slidemoves lieben werden, können erfahrene Trickser das schmale Heck mit gewünschtem Speed um die Kurve drücken oder gleich nochmals herauspoppen. Dank der „Bumper“ bei den Footpads und den guten Schlaufen findet man einen grandiosen Halt am Board, was für Powermoves wie Ponch, Shaka oder Toad super ist. Beim neuen JP wird diesmal eine besser passende 22er- statt einer 24er-Finne (wie 2010) mitgeliefert, was den Weg in radikale Doppelmoves erleichtert und das Board auch bei viel Wind und für leichtere Fahrer zu einem echten Highlight macht.

 
Weitere Beiträge...