surf & kite & wake testberichte boards Test Wave Boards 2011

Test Wave Boards 2011

Alle Infos aus dem Windsurfing Journal Test: http://www.windsurfing-test.de


Naish Wave 87 (2011):
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Wir sind zuerst die Trifin-Einstellung gefahren und waren vom Board überrascht. Auch wenn es das für Naish typische direkte Gefühl vermittelt, ist es doch nur noch ein Bruchteil dessen, was wir aus vergangenen Tagen kennen. Das liegt zum einen natürlich an den sensationell soften und dicken Pads, die harte Schläge des Wassers absorbieren und nicht unmittelbar an den Fahrer weitergeben. Es hat aber auch etwas mit dem Finnen-Setup zu tun. Das sorgt dafür, dass das Board nicht so frei läuft und von Chop zu Chop fliegt, sondern diesen eher plattbügelt. Natürlich ist es in dem Modus auch nicht ganz so schnell, doch erreicht es immer noch einen erstaunlichen Topspeed, der zu hohen Sprüngen einlädt. Auf der Welle war es in dem Trifin-Modus dann auch uns erstmalig möglich, mit dem radikalen Serien-Naish-Waveboard geschmeidig Wellen abzureiten. Leider macht das Board nicht automatisch einen Robby aus dem Piloten, doch ist es wirklich spaßig zu fahren und hat immer guten Grip – ob beim Botton Turn oder beim Cutback. Es lässt sich so auch in deutlich engere Radien leiten und verträgt auch Druck auf dem hinteren Fuß, während das Wellenabreiten als Singlefin wieder deutlich anspruchsvoller ist. Das Board bietet aber auf jeden Fall die Möglichkeit, bei viel Wind auch auf Flachwasser Spaß zu haben, und ist so mit wenigen Handgriffen variabel auf unterschiedliche Bedingungen einzustellen.

 














New Wave TE 83 (2011):Fanatic_New_Wave_TE_83_4d876f24c74f7

Steigt man vom Quad- auf den Singlefin-NewWave, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Man hat das Gefühl, das Singlefin wäre Experten vorbehalten, und man muss sich erst einmal wieder an die Performance gewöhnen. Der NewWave gleitet gut an und explodiert förmlich auf einen extrem hohen Topspeed. Es ist mit Abstand das schnellste Board der Gruppe, ist dabei aber auch sehr sportlich zu fahren, vorsichtig ausgedrückt. Wenn es ums Springen geht, ist der NewWave dank seines Topspeeds durch kein Board der Gruppe zu schlagen. Wenn du dich gefragt hast, wieso Klaas Voget in Hanstholm immer höher als alle anderen springt: Das Board beantwortet die Frage. Beim Wellenabreiten muss man deutlich weitere Radien fahren und sich deutlich stärker konzentrieren, da es den Chop auf den Nordseewellen nicht so einfach wegbügelt wie seine Viel- Finnen-Kollegen. Wenn man es drauf hat, ist es ein sensationelles Gefühl, mit weiterhin extrem hoher Geschwindigkeit aus dem Turn zu kommen und dann auf die brechende Welle zu treffen. Wenn denn das Timing gestimmt hat und man nicht kurzerhand von einer Weißwasserwalze zum Essen eingeladen wird ... Der NewWave ist von der Performance her in Wellen unserer Meinung nach für sehr gute Windsurfer geeignet. Wenn man viel auf Flachwasser unterwegs ist oder ein Starkwindboard für die Ostsee sucht, ist der NewWave ebenfalls ein super Begleiter. Denn hinsichtlich der Geschwindigkeit dürften dich an deinem Spot alle anderen nur noch von hinten sehen.

 















New Wave Twin TE 86 (2011):Fanatic_New_Wave_Twin_86_4d876fb230ce6_user

 

Das NewWave Twin hat trotz gleich gebliebenem Shape nichts an Charme verloren. Es ist nach wie vor das Twinserboard mit den größten Leistungsreserven auf dem Markt. Es gleitet sehr gut an, die Beschleunigung ist explosiv und wird so manchen ungeübten Kollegen fast schon ein wenig überfordern. Auch die Geschwindigkeit des Boards ist mit der von Singlefins absolut vergleichbar. Sie ermöglicht sehr hohe Sprünge, dank der Beschleunigung braucht man dafür nicht einmal langen Anlauf. Auf der Welle ist der Twinser sehr variabel einsetzbar. Man muss sich spürbar mehr mit ihm konzentrieren als mit anderen Twinsern oder auch mit Quads, dafür belohnt es einen mit Kurven aller Radien und mit echtem Skategefühl, wenn man dicht am brechenden Teil bleibend das Wellenface mit harten, kurzen Moves zerlegt. Den Trimm des Boards kann man spürbar über die Finnenpositionen verändern. Wir empfehlen, diese nicht zu weit hinten, sondern eher im vorderen Bereich zu platzieren. Das kommt den Manövereigenschaften noch weiter zugute und macht das Board etwas gutmütiger und vor allem laufruhiger. Für uns wäre der Twin aus der Fanatic-Range die erste Wahl. Er macht in vielen unterschiedlichen Bedingungen Spaß, auf der Nord- genauso wie auf der Ostsee. Und auch auf Flachwasser zum Bump-and- Jump-Einsatz macht er (mit Finnen weiter hinten gefahren) wirklich Spaß. Er steht dabei Singlefin-Waveboards in nichts nach.